1.  Einfhrung
 
1.1  Vorbemerkung
 
Das Programm ist Public Domain Software. Es darf kopiert, weitergegeben und
beruflich genutzt werden, ein Vertrieb im Handel ist untersagt mit Ausnahme
der Weitergabe ber PD-Vertieb. Die verwendete Programmiersprache ist GFA-
BASIC 3.0.  Falls Sie beim Arbeiten mit dem Programm Fehler entdecken, so 
bitte ich um Mitteilung mit m”glichst genauer Angabe der Fehlfunktion.
        Meine Anschrift:    Martin Rauschenberg im Fachbereich 5
                            der Technischen Fachhochschule Berlin
                            Luxemburger Str. 10 , 1000 Berlin 65
  
                 privat:    Forstweg 54 , 1000 Berlin 28
  
1.2  Hinweise zur Bedienung
  
In {Hilfe,Grundlagen} finden Sie eine Grafik zur Erl„uterung der Eingabedaten
und eine Kurzfassung der theoretischen Grundlagen. Mit Klick auf {Hilfe,Men-
Hilfe} wird das Men in ein Handbuch verwandelt, so daž Sie nach 'Anklicken'
der Meneintr„ge die entsprechenden Erl„uterungen lesen k”nnen. Soll das Men
wieder die normale Funktion erhalten, so muž mit einem weiteren Klick auf
{Hilfe,Men-Hilfe} das H„kchen gel”scht werden. Aktivieren Sie {Hilfe,An-
f„nger}, so beh„lt das Men die normale Funktion, es werden aber die Erl„u-
terungen laufend eingeblendet. In den folgenden Beispielen wird die Hand-
habung des Programmms n„her beschrieben. Neben den erforderlichen Zahlen-
eingaben ber Tastatur wird berwiegend mit Mausklick links gearbeitet.
Mit Mausklick rechts werden die Funktionen verlassen.
  
1.3  Grundwasserhaltung fr eine Baugrube
  
Im Men {Fall} ist an den gesetzten H„kchen zu ersehen,daž 'Absenkung','Bau-
grube' und 'Rechteck' schon eingestellt sind. Die Absenkung soll als pseudo-
station„rer Vorgang berechnet werden. Nun w„hlen Sie {Eingabe,Grundwerte}
und geben in die Dialogbox z.B. folgende Werte ein :  k=0.001 m/s, H=12 m
s=6 m, r=0.25 m, fu=1, fr=1.2 . Mit den Voreinstellungen unter {Eingabe,
Reichweite} erkl„ren Sie sich einverstanden.
  
Als N„chstes sind die Achslinien der Brunnen einzugeben. Unter {Eingabe,
mit Maus} ziehen Sie ein Rechteck von 40 m H”he und 80 m L„nge auf. Das maž-
gerechte Arbeiten vereinfacht sich mit {Zeichnen,auf Raster}. Diese Funktion
stellen Sie wieder ab, indem Sie das H„kchen l”schen.  Ein Klick auf
{Wasserm.,N„herung n;Q aus sm} liefert die Anzahl der Brunnen mit n=9.
Nach [Enter] o. [Return] erscheint das Achslinienbild mit den Brunnen.
In {GW-Spiegel,GW-Spiegel mit Maus} steht die Wassermenge Q=0.1178m^3/s.
Die Bewegung der Maus verschafft einen Einblick in die erreichte Absenkung.
   
Nun berprfen Sie mit {Wasserm.,Fassungsverm”gen} durch Mausklick auf die
Brunnen, ob das Fassungsverm”gen qf/q>=1 ist. Mit {Wasserm.,Q aus s in x;y}
l„žt sich die Absenkung in jedem Punkt der Baugrubensohle auf s>=6 m ein-
stellen. Da die Wassermenge vergr”žert wird, reicht das Fassungsverm”gen
nicht mehr aus. Die Brunnenzahl muž ber {Eingabe,autom. eintragen} auf n=10
erh”ht werden. šberprfen Sie auch, welchen Einfluž eine Verschiebung der
Brunnen auf das Fassungsverm”gen hat. Eine gnstige Auswirkung hat eine Ver-
schiebung der Brunnen auf den L„ngsseiten hin zu den Eckpunkten.
  
Jetzt k”nnen Sie die Arbeitsweise der Funktion {GW-Spiegel,ausgew„hlte H.L.}
erkunden. Sie zeichnen einige H”henlinien aužerhalb der Baugrube in 0.5 m
Abstand und innerhalb in 0.1 m Abstand. Wollen Sie die 0.1-Linien punktiert
darstellen, so mssen Sie vorbergehend die Funktion mit Mausklick rechts
verlassen und dann den neuen Linientyp einstellen. Um die H”henlinien
ann„herd auf glatte Werte z.B. 6.0 m zu bringen, ben”tigen Sie einige
Geschicklichkeit beim Arbeiten mit der Maus.
   
Zum Schluž verwenden Sie {GW-Spiegel,Zeit ermitteln}, um eine Vorstellung
ber die Betriebszeit zum Erreichen der Sollabsenkung zu gewinnen. Hierzu
fahren Sie den Mauscursor auf die Absenkung s~6 m und 'klicken' links.
  
Als Anregung zu eigenen Arbeiten dienen die Bilder 'BAUGR_...PIC', die mit
{Datei,Bild laden...} von der Diskette aus dem Ordner BEISPIEL geladen wer-
den k”nnen. Da die Arbeitsdateien mit eingelesen werden, k”nnen Sie sofort
weiterarbeiten. šberprfen Sie das Fassungsverm”gen der Brunnen, sehen Sie
sich die Eingabedaten an, legen Sie Schnitte mit {GW-Spiegel,Schnitte}, ge-
ben Sie mit {Datei,Ausdruck Hautwerte} die Hauptwerte ber Drucker aus und
mit {Datei, Ausdruck GW , qf/q} die Ergebnisse .....
  
1.4  Brunnenreihe  
  
Im Men {Fall} klicken Sie 'Brunnenreihe' an und geben dann unter {Eingabe,
Grundwerte} die folgenden Werte ein:  k=0.0005 m/s (Voreinstellung),
H=15 m, r=0.3 m, fu=fr=1 . Nun ziehen mit der Maus unter {Eingabe,mit Maus}
eine horizontale Achslinie von 120 m L„nge auf. Beachten Sie, daž beim 2.
Endpunkt mit zus„tzlichem Mausklick rechts das Zeichnen beendet wird. Mit
{Eingabe,autom. eintragen} geben Sie die Brunnenanzahl n=5 ein. Dann wird
unter {Wasserm.,Q aus Optimierung} mit Mausklick auf den Brunnen Nr. 3 die
Wassermenge mit Q=0.08189 m^3/s so berechnet, daž fr den 3. Brunnen qf/q=~1
wird. šberprfen Sie das Fassungsverm”gen s„mtlicher Brunnen. Mit {Eingabe,
Verschieben mit Maus} verschieben Sie die Brunnen 2 und 4 in Richtung
auf die Endpunkte P1 bzw. P2. Sie werden erkennen, daž sich das Fassungs-
verm”gen der Brunnen nicht mehr so stark unterscheidet. Mit einer zweiten
Aktivierung der Funktion {Wasserm.,Q aus Optimierung} l„žt sich die Wasser-
menge vergr”žern.    Sehen Sie sich auch das Bild 'BR_Reihe.PIC' an und
zeichnen einen Schnitt m”glicht als Schnittkette durch die Brunnen.
  
1.5  Raumzeitliche Untersuchungen
  
Zuerst aktivieren Sie {Fall,raumzeitlich}, setzen also das H„kchen. Dann ist
unter {Eingabe,Zeit t eingeben} die Zeit einzugeben, in der sich die Absen-
kung einstellen soll. Die weitere Bearbeitung l„uft dann so ab, wie in den
beiden Beispielen 'Baugrube' und 'Brunnenreihe' beschrieben ist. Geben Sie
z.B. t=60 Tage ein und wiederholen die Beispiele. Interessieren Sie sich
auch fr die Absenkung zu t<60, dann geben Sie diese Zeit ein z.B t=7 Tage
und lassen sich die Absenkung anzeigen. Vorteilhaft ist dabei die Funktion
{GW-Spiegel,Schnitte} mit der šberlagerungsoption [š-plott]. Sehen Sie sich
das Bild 'RAUMZEIT.PIC' an.
    
Im Rahmen der verwendeten Berechnungsgrundlagen k”nnen mit dem Programm auch
Grundwasserversickerungen bearbeitet werden. In {Eingabe,Grundwerte} ist
mit negativer Absenkung s=-... zu arbeiten, die Wassermenge Q wird eben-
falls negativ angezeigt. Wird die Funktion {Wasserm.,Q als Wert eingeben}
verwendet, so ist auf Q=-... zu achten. Da mit Verstopfungen der Brunnen
z.B. aus mitgefhrten Luftblasen zu rechnen ist, muž mit ausreichend grožem
Reservefaktor fr z.B. >=2 gearbeitet werden. Als Anregung dient das Bild
'VERSICKG.PIC'.
  
1.6  Programm als Grafikgenerator
  
W„hlen Sie {Eingabe,Einzelbrunnen} und geben unter {Zeichnen,Achsenteilung}
fr Achsenteilung einen negativen Wert ein z.B. -1 . Damit unterbleibt die
Darstellung von Achsenkreuz und Brunnennumerierung.
Nach Eingabe der Grundwerte setzen Sie mit {Eingabe,mit Maus *} einige
Punkte, verwenden {Wasserm.,Q aus Optimierung} und gestalten mit {GW-
Spiegel,ausgew„hlte H.L.} Ihr Kunstwerk. Nach der HARDCOPY das Signieren
nicht vergessen.
   
1.7  Das Programm erzeugt Vektorgrafik und Rastergrafik
  
Die Achslinien der Brunnen und die Brunnen selbst werden als Vektorgrafik
verwaltet. Es kann also mit {Zeichnen,Bildparameter !} und {Zeichnen,und
verschieben !} der Mažstab und die Lage des Bildes ver„ndert werden. Zu be-
achten ist, daž die Funktionen des Mens {Eingabe} einen neuen Bildaufbau
hervorrufen. Es gehen damit s„mtliche Bildteile verloren, die nicht Achs-
linien oder Brunnen darstellen. Ausgenommen sind nur die Funktionen {Ein-
gabe,Grundwerte}, {...,Zeit t eingeben}, {...,Reichweite}, {...,Reichweite
ber Zeit}.
    
Die Funktionen des Mens {GW-Spiegel} und die nicht mit einem Ausrufungs-
zeichen versehenen Zeichenfunktionen des Mens {Zeichnen} erzeugen Raster-
grafik. Im Rechner werden nur die Farbwerte der Bildschirmpunkte gespei-
chert. Ein Sonderfall ist {Zeichnen,Achsenteilung}. Die Achsenteilung wird
als Vektorgrafik nachtr„glich eingeblendet, ohne einen neuen Bildaufbau vor-
zunehmen. Auch die Funktionen von {Wasserm.} arbeiten bis auf die Ausnahme
{...,N„herung, n;Q aus sm} ohne neuen Bildaufbau. Bei den mit einem Aufru-
fungszeichen gekennzeichneten Funktionen des Mens {Zeichnen} geht die Ras-
tergrafik des Bildes verloren. Nur bei {Zeichnen,Bildparameter !} unterbleibt
der Neuaufbau des Bildes, wenn allein der Rasterabstand ge„ndert wird.

1.8  Weitere Hinweise

Sie k”nnen zwei Brunnen 'bereinander' setzen und erhalten damit einen 
Brunnen mit doppeltem Radius und zweifachem Fassungsverm”gen. Die Berechnung
des Fassungsverm”gens liegt auf der sicheren Seite, da mit der kleineren 
Wasserstandsordinate zb fr den einfachen Radius gearbeitet wird.

Sehr mhsam ist der Entwurf von Wasserhaltungen fr Baugruben mit extrem
kleinem Seitenverh„ltnis z.B. 1/20 bei grožer Absenkung z.B. s=0.75*H. Die
Funktionen {Wasserm.,Fassungsverm”gen...} zeigen dann h„ufig an, daž der
Wasserstand zb imagin„r wird. Hier hilft nur Geduld beim Durchspielen von
Varianten mit unterschiedlichem Brunnenabstand. Im mittleren Bereich der
langen Seiten mssen die Brunnenabst„nde grož und in den Endbereichen klein
sein. 

Sollten Sie aus der Arbeit mit diesem Programm einen gr”žeren finanziellen
Nutzen haben, so k”nnen Sie sich entlasten mit einer Spende an den
   
      Naturschutzbund Deuschland e.V.
      Konto 93 11-602 (BLZ 500 100 60), Postscheckamt Frankfurt
      Verwendungszweck: Naturschutzarbeiten im Rhinluch, Mark Brandenburg